Freundschaft zwischen dem bosnischen Volke und der amerikanischen Juden: Brüder für immer

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Autor 2.4.2014. u 14:33

Freundschaft zwischen dem bosnischen Volke und der amerikanischen Juden: Brüder für immer

 

Von Nermin Bise

Bosnien und Herzegowina als Staat findet über den Rahmen seiner Grenzen eine Umarmung nur noch von den Vereinigten Staaten. In der Politik der Europäischen Diplomatie gegenüber Bosnien und Herzegowina gibt es schon seit den neunziger Jahren und der Erklärung seiner Unabhängigkeit nichts Ehrliches und Prinzipielles. Heute wie auch damals weiß Europa  einfach nicht, was mit diesem Land anzufangen. Oder vielleicht besser gesagt, Europa weiß es genau: Nichts konkret tuend, lässt Europa dieses Land mit jedem Tage schwächen, vom Tageslicht verschwinden, was leicht dazu führt, dass es langsam in die Nachbarländer verschmilzt, die selbst in den Neunzigern seine Zerstörung offen wollten und schon damals ihre Absichten durch Gewalt, Gräuel und Genozid (Völkermord) offenbarten.

Allerdings war und ist Amerika immer noch ein großer Freund dieses Landes, der die bosnisch-herzegowinischen Bürger, ihr Land und seine Integrität und Souveränität beschützt, geht weiter. Mehr oder weniger unbekannt in unserer Öffentlichkeit ist die Tatsache, dass hinter dieser Haltung der führenden Weltmacht gegenüber Bosnien und Herzegowina vor allem die amerikanischen Juden stehen. Also, die amerikanischen Juden sind diejenigen, die durch ihre Vertreter in Politik, Wirtschaft, durch die Auftritte der Senatoren und Abgeordneten im US-Kongress in den neunziger Jahren, aber auch heute noch einen großen Kampf um das Überleben des Staates Bosnien-Herzegowina führten. Sie tun es heute noch in derselben Art und Weise auch gegenüber dem den Rest der Welt, gegenüber der Politik der EU und machen es somit eindeutig klar, dass Bosnien und Herzegowina erhalten und bewahrt bleiben muss.

Was verknüpfte das Volk Bosniens und die amerikanischen Juden? Die Antwort liegt darin, dass das Opfer am besten das andere Opfer versteht und die Symbolik des Leidens des jüdischen und bosnischen Menschen ist: der Holocaust und der Völkermord. Warum gerade die amerikanischen Juden? Auch hier ist die Antwort ganz klar: nach dem Holocaust im Zweiten Weltkrieg, der von den Nazis an den Juden begangen wurde, konzentrierte sich in Amerika die meiste Anzahl der Bürger der jüdischen Nation, die später stark und mächtig würde, in jeder Hinsicht. In ihrem Engagement, die Sensibilität und Sinn für Verständnis gegenüber Menschen, die die Schrecken der ähnlichen Katastrophen in dem Völkermord überlebt haben, zu äußern, beschlossen gerade die amerikanischen Juden, ihre Hilfe und Unterstützung für die bosnischen Menschen zu leisten.

Juden und bosnische Muslime (vor allem) teilen und haben eine gemeinsame historische Bindung. Zu Beginn der Inquisition im 15. Jahrhundert fanden viele Juden ihre neue Heimat gerade in Bosnien und Herzegowina. Gemeinsam, unter der Nazi-Besatzung erlitten sie während des Zweiten Weltkriegs und 50 Jahre später eben die bosnischen Muslime (Bosniaken) den Völkermord, den ersten in Europa seit dem Holocaust. Aus Spanien brachten sie nach Bosnien und Herzegowina im 15. Jahrhundert die Haggadah, in Hebräisch geschrieben. Neben einander stehend die Synagogen und Moscheen erinnern seit Jahrhunderten an die friedliche Koexistenz zwischen den Juden und den Muslimen.

Genau das sind historische Fakten, die dort geschätzt werden, wo das jüdische Volk am stärksten und am besten organisiert ist: Dies aber ist es nicht in Israel, sondern in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Dafür, dass man das Verhältnis der amerikanischen Juden und der bosnisch-herzegowinischen Menschen brüderlich nennen kann, spricht auch die Tatsache, dass die Verbände in den Vereinigten Staaten, die mehr als 200.000 Bosniaken zählen, eigentlich ausgezeichnete Beziehungen zu den Juden haben. Jüdischer Rat für die urbane Angelegenheiten in den USA arbeitet sehr aktiv auf dem Aufbau langfristiger, tiefer und dauerhafter Beziehungen zwischen den jüdischen und muslimischen Gemeinden. Diese Verbindungen helfen der Beseitigung von Barrieren, wie Intoleranz und Unverständnis und entwickeln gegenseitigen Respekt. Es ist nicht mehr nur ein freundschaftliches Verhältnis, sondern es entwickelt sich in ein brüderliches, weil es wirklich seit dem 15. Jahrhundert bis heute, diese historischen Beziehungen gibt, zwischen diesen beiden Nationen. Nach so viel Zeit, wurde es zu einem Brüderbund.

Christopher Hitchens, Autor und Journalist, der im Dezember 2011 starb,  beschrieb vielleicht am besten Weg die Leitlinie, die das Engagement der amerikanischen Juden und ihre Haltung definiert:

Wenn Sie vor religiöser Verfolgung fliehen und wenn Sie wollen, dass es nicht wiederholt, handelt es sich um tief gravierte Erinnerungen. Juden wurden schnell säkularisiert. Amerikanische Juden sind jetzt wohl die säkularste Macht in der Welt, als Kollektiv. Wenn Sie ein Kollektiv sind – was sie eigentlich nicht sind, behauptete Hitchens. Gerade in dieser Behauptung und seiner Bewertung kann am besten die stärkste Verbindung zwischen den amerikanischen Juden und unserem Volk in Bosnien-Herzegowina antizipiert werden.

Diese Verbindung gewährleistet, dass die Absichten derer, die Bosnien und Herzegowina zu zerstören und zerstreuen suchen, nicht so leicht verwirklicht werden. Besser gesagt, kann nicht sein. Leider für sie.

(Prevod: Renata Merzić Jažić, ovlašteni sudski tumač njemačkog i engleskog jezika)
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Autor 2.4.2014. u 14:33

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